Handlungsfeld

Internationale Verständigung

»Miteinander, nicht übereinander reden«: Seit über 60 Jahren engagiert sich die Körber-Stiftung für internationale Verständigung und einen Dialog über politische, nationale und religiöse Grenzen hinweg. Als Stiftung wollen wir dabei helfen, Sprachlosigkeit zu überwinden, Brücken zu bauen und Debatten anzustoßen. 

 

Mit unseren Projekten richten wir uns an gesellschaftliche Vordenkerinnen und Vordenker, (außen)politische Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Multiplikatoren internationaler Verständigung. Ein besonderes Augenmerk richten wir dabei auf die Stärkung der Dialogfähigkeit bei Kompetenzträgerinnen und -trägern der nächsten Generation. 

 

Wir machen historische Prägungen aktueller Konflikte sichtbar und zeigen Perspektiven für ihre Überwindung auf. Wir nehmen unterschiedliche Identitäten in den Blick und fördern eine Kultur gegenseitiger Anerkennung. Und wir loten politische Handlungsspielräume aus und zeigen praxisorientierte Wege zur Zusammenarbeit auf. Als Körber-Stiftung tragen wir auf diese Weise dazu bei, gemeinsame Werte und Interessen zu identifizieren und Vertrauen aufzubauen.

 

Das Handlungsfeld »Internationale Verständigung« wird organisatorisch gebildet aus unseren Bereichen »Geschichte und Politik« und »Internationale Politik«. 

Fokusthema

Europa Zusammenhalten

Im Zuge der Coronakrise und angesichts der deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben wir die normative Botschaft, die von unserer Arbeit ausgeht, nochmals verstärkt. Unser europäisches Fokusthema entwickelte sich im zweiten Halbjahr 2020 weiter: von »Der Wert Europas« hin zu »Europa Zusammenhalten«. 

 

Der Kern unserer Arbeit im Handlungsfeld Internationale Verständigung blieb jedoch unverändert: Unsere Projekte und Themen leisten einen Beitrag zur Debatte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des europäischen Projekts. Dabei standen die Herausforderungen der europäischen Integration und der Außen- und Sicherheitspolitik ebenso im Fokus wie die historischen Wurzeln aktueller Konflikte.

Schwerpunkt unserer Arbeit im ersten Halbjahr war die Frage nach den Folgen der Coronakrise für Europa. Im Rahmen der Kampagne »We Need Your Voice – European Diary« haben Menschen multimedial über ihren Krisenalltag berichtet und von ihren Erwartungen an Europa erzählt. Die Corona-Sonderausgabe des »Berlin Pulse« beleuchtete ergänzend dazu die europapolitischen und internationalen Einstellungen der deutschen Bevölkerung. 

 

Mit unserem Fokusthema versuchten wir zugleich, einer breiteren Öffentlichkeit und insbesondere auch der jüngeren Generation die Bedeutung der europäischen Einigung nahezubringen. 

Gemeinsam mit dem Portal Debating Europe setzten wir zwei Onlinedebatten zu den Themen »Was bedeutet europäische Solidarität« und »Wie stärken wir den Zusammenhalt Europas« um, und in Kooperation mit Detektor.fm produzierten wir eine Podcast-Reihe zum Thema »Was die EU mit uns zu tun hat«.  

 

Im Rahmen von digitalen Hintergrundgesprächen diskutierten zudem hochrangige Referentinnen und Referenten, unter anderem OECD-Generalsekretär Angel Gurria und der Historiker Adam Tooze, über die

Auswirkungen der Pandemie sowie politische

Handlungsoptionen für Europa.

Eine digitale Gesprächsrunde mit dem britischen Wirtschaftshistoriker Adam Tooze
Eine digitale Gesprächsrunde mit dem britischen Wirtschaftshistoriker Adam Tooze